IMPLANTOLOGIE

Was ist ein Zahnimplantat?

Ein Zahnimplantat besteht aus einem schraubenartigen Zylinder aus Titan, der die Wurzel eines verlorenen Zahns ersetzt.

Das Implantat wird in den Ober- oder Unterkieferknochen geschraubt und verwächst mit der Zeit vollständig mit dem Knochen. Das Implantat dient einer Zahnprothese als Verankerung.

     
Wie hoch ist die Erfolgsquote bei Zahnimplantaten?

Gemäß klinischer Daten von mehr als fünf Millionen Patienten, die in zahlreichen europäischen Ländern über mehr als 30 Jahre hinweg ausgewertet wurden, gibt es bei Kronen und Brücken, die auf Implantate zementiert oder geschraubt wurden, eine sehr hohe statistische Erfolgsquote von 95 Prozent für Einzelimplantate und einen noch höheren Prozentsatz bei Brücken, die von mehreren Implantaten getragen werden. Es gibt Zahnimplantate, die seit mehreren Jahrzehnten perfekt ihren Dienst tun.

Vor einer Zahnimplantation sind verschiedene Spezialuntersuchungen vonnöten, um die Qualität und Quantität des vorhandenen Knochenmaterials zu bewerten und davon ausgehend die richtige Implantationsbehandlung planen zu können.

Wenn nicht genügend Knochen zur Verfügung steht, kann man ihn mittels bio-kompatibler Materialien aufbauen. In diesem Fall benötigt das Einwachsen des Implantats etwas mehr Zeit (bis maximal neun Monate).

Es gibt mehrere Vorgehensweisen:

  • vollständige Implantate (während des Eingriffs wird sofort entweder ein Provisorium oder die endgültige Zahnprothese auf das Implantat aufgesetzt)
  • Implantat nach Zahnextraktion (Extraktion und Einsetzen des Implantats während desselben Eingriffs).

Alle Implantate sind mit dem Organismus bio-kompatibel, es gibt also keinerlei Abstoßungsreaktionen.

Wenn das Implantat nicht hält, so ist in jedem Fall ein Fehler die Ursache (wo auch immer die Gründe dafür liegen mögen) und nicht etwa eine Stoffwechselreaktion auf das Material.

Ein negativer Verlauf kann durch eine unkorrekte Planung des Eingriffs zustandekommen, durch das Unterschätzen der Einwachszeit in den Knochen (Heilungsphase), durch zu hohe Belastung, nachlässige häusliche Pflege, versäumte Nachkontrollen, etc.

Implantate haben große praktische Vorteile:

  • Die Zähne neben dem fehlenden Zahn werden nicht zur Verankerung benutzt, wodurch biologische Substanz geschont wird.
  • Herausnehmbare Prothesen im Unter- oder Oberkiefer (Gebisse) werden direkt an den Implantaten befestigt. Dadurch werden sie kleiner (keine Gaumenplatte) und es ist keine Haftcreme nötig.

Wir stehen jederzeit für weitergehende individuelle und kostenlose Beratung über die verschieden Möglichkeiten zur Verfügung